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Gastro

Endlich das Öffnungssignal!

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat heute Mittag (Montag, 3. Mai) erklärt, dass in Bayern ab kommenden Montag, den 10. Mai, bei einer Inzidenz unter 100 die Öffnung der Außengastronomie, mit Tests und Reservierungen, erlaubt wird. Zugleich hat er für Pfingsten eine Perspektive gegeben: Ab den Pfingstferien sollen Hotels und Ferienwohnungen mit Tests und Hygienekonzepten wieder öffnen dürfen.

Das ist jetzt sicherlich nicht der große Durchbruch, weil viele Gastro-Betriebe ohne eine gleichzeitige Öffnung der Innenräume kaum rentabel arbeiten können. Aber es ist zumindest ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern jedenfalls hat die Ankündigungen Söders begrüßt. „Auch wenn sich die Politik noch nicht ganz vom Dogma der Inzidenzen abgewendet hat, bilden die Beschlüsse sinnvolle Regeln zu einer effektiven Pandemiebekämpfung“, erklärte Präsidentin Angela Inselkammer. „Schließlich können im Gastgewerbe sichere Bereiche geschaffen werden, die dazu beitragen, Orte des ungeschützten Aufeinandertreffens zu entzerren“. Ebenso sei gerade mit Blick auf die Pfingstferien ein sicherer Urlaub im eigenen Land mit bewährten Schutz- und Hygienekonzepten tausendmal sinnvoller als im Ausland.

Der Verband fordert grundsätzlich die Öffnung von Hotels und Gastronomie für alle Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten unabhängig von Inzidenzwerten. „Ziel muss im ersten Schritt eine umfassende Teststrategie mit 48-stündigen personalisierten „Eintrittskarten“ unter Nutzung aller geeigneten digitalen Kontakterfassungsmöglichkeiten sein“, so Inselkammer. „Zugleich müssen wir bei weiter rückläufigem Infektionsgeschehen auch in einem zweiten Schritt wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind.“

Um dem Gastgewerbe als hauptbetroffener Branche eine Chance zu geben, sich aus eigener Kraft aus der schwersten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg zu retten, bedarf es der dauerhaften Reduzierung der Mehrwertsteuer für alle Leistungen des Gastgewerbes, also Speisen und Getränke. Die von Markus Söder angekündigte Tourismusoffensive wird begrüßt. „Zudem sollten Kommunen auf alle branchenspezifischen Abgaben, Gebühren und Steuern verzichten, um auch künftig gastgewerbliche Betriebe vor Ort zu haben“, fordert Inselkammer. An die Bundespolitik gerichtet, fordert sie die Entschädigung des kompletten durch die zwangsweise Schließung entstandenen Schadens, „und zwar für gestern, heute und morgen“.

www.dehoga-bayern.de

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